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„Ein großer Verlust für die Sportwelt“

04. Dezember 2020

Fußball Innenminister Stahlknecht sowie Vereine und Verbände trauern um verstorbenen Erwin Bugar

Magdeburg (dpa/du) l Mit Trauer und Bestürzung hat die Fußball-Familie auf den Tod von Erwin Bugar reagiert. Der Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) war am Mittwoch von einer befreundeten Mitarbeiterin des Fußball-Verbandes Sachsen-Anhalt (FSA) leblos in seiner Wohnung aufgefunden worden. Bugar wurde 68 Jahre alt.

Der 1. FC Magdeburg, dessen Ehrenmitglied er war, kündigte für das heutige Spiel gegen den SV Meppen eine Gedenkminute an. Außerdem läuft der FCM mit Trauerflor auf. „Mit großer Betroffenheit“ hat die FCM-Familie den Tod Bugars aufgenommen, wie Präsident Peter Fechner verdeutlichte: „Mit unserem Ehrenratsmitglied verliert der 1. FC Magdeburg einen aktiven Kämpfer für den Fußballsport.“

Auch FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik ließ der plötzliche Tod bestürzt zurück. „Er hat den Fußball gelebt und war in seinen Positionen als Aktiver immer ein offenherziger und konstruktiver Ansprechpartner. Für den 1. FC Magdeburg hat er viel geleistet, wofür wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchten. Wir wünschen der Familie von Erwin Bugar viel Kraft in dieser schweren Zeit“, wird Kallnik auf der Homepage zitiert.

Doch nicht nur beim FCM hinterließ der Rechtsanwalt aus Möckern Spuren. Auch Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht betonte: „Die Nachricht macht mich betroffen. Meine Anteilnahme gilt der Familie. Es ist ein großer Verlust für die Sportwelt. Erwin Bugar war ein großartiger Sportsmann, der maßgeblich die Entwicklung von FSA, NOFV und DFB mitbestimmt hat.“

Weil er als Vizepräsident des bundesweiten Dachverbandes wirkte, geht die Anteilnahme eben auch weit über die Grenzen Sachsen-Anhalts hinaus. „Der plötzliche Tod von Erwin Bugar hat uns alle beim DFB erschüttert und bestürzt. Er war im DFB-Präsidium und im gesamten deutschen Fußball sehr geschätzt – als Vertreter der Basis, der den Fußball stets in seiner Gesamtheit sah und sich große Verdienste erworben hat“, sagte DFB-Präsident Fritz Keller. Er würdigte den gestorbenen Funktionär wegen seiner ausgleichenden Art als Vermittler zwischen unterschiedlichen Positionen und Ansichten.

Auch NOFV, FSA und weitere Ostclubs reagierten mit Bestürzung auf die Nachricht. Als „Stimme des ostdeutschen Fußballs im DFB“ bezeichnete NOFV-Vizepräsident Hermann Winkler den verstorbenen Bugar. Im MDR würdigte Winkler den Rechtsanwalt als Freund, Ratgeber und tollen Wegbegleiter. „Er wusste immer, worüber er spricht, ich mochte seine unaufgeregte und sachliche Art. Er war ein ehrlicher Sportsfreund“, sagte Winkler.


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