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Vor sechs Jahren: Burger BC zerlegte den Schönebecker SV

19. Mai 2020

FuPa Sachsen-Anhalt

Rückblick +++ Landesliga Nord +++ Der Burger BC 08 feierte am 17. Mai 2014 einen 7:1-Kantersieg über den Schönebecker SV

Während die einen weiter Offensivfußball zelebrierten, setzten die anderen ihren Negativtrend in der Landesliga fort: Der Burger BC 08 hatte am 17. Mai 2014 den Schönebecker SV mit 7:1 (3:0) förmlich überrollt. Ein enttäuschter Gästecoach Marko Fiedler brachte es damals auf den Punkt: „Wir waren auf Augenhöhe – in den letzten beiden Minuten.“

Mit jedem weiteren Treffer seiner Mannschaft wuchs dem damaligen BBC-Coach Hartmut Müller auch ein wenig die Angst: „Ich habe gehofft, dass sie mir das Geschenk nicht wieder wegnehmen.“ Vor dem Spiel überraschten die Schönebecker nämlich mit einer starken Geste und überreichten dem am Saisonende scheidenden Trainer ein kleines Präsent. „Das ist eine feine Sache und zeigt, dass sich beide Vereine sehr achten“, so der 64-Jährige, der selbst eine Vergangenheit beim Vorgängerverein „Motor“ Schönebeck hat und noch immer im Umland der Elbestadt lebt.

Dass sich die Gäste allerdings auch in den 90 Minuten nach Anpfiff in Geberlaune präsentierten, war so nicht beabsichtigt. Angesichts der sieben Gegentreffer mochte man von einem gebrauchten Tag der SSV-Defensivabteilung ausgehen, Coach Fiedler beschied jedoch dem gesamten Team damals einen Totalausfall: „Ich schäme mich ganz ehrlich für diese Leistung der gesamten Mannschaft. Sicher hinterfragt sich nach so einem Spiel auch der Trainer, aber fürs Laufen, Kämpfen und für den Willen sind die Spieler zuständig.“ Besagte fußballerische Grundtugenden waren indes am jenem Sonnabend selten bei den Seinen zu beobachten. Nicht in der ersten Halbzeit, als der BBC in regelmäßiger Folge durch Martin Krüger (6.), Mathias Herms (16.) und Steven Peseke (34.) zum beruhigenden 3:0 vorlegte und die Gäste vor allem bei Standardsituationen kaum Ordnung erkennen ließen. Und auch nicht, als der SSV in Halbzeit zwei endgültig auseinanderbrach. Vor allem die rechte Schönebecker Abwehrseite wurde ihrem Namen kaum gerecht. Mal spazierte Alexander Siemke zur Grundlinie durch und setzte Peseke in der Mitte ein (51.), mal ließ Kevin Schulz drei Gegenspieler hinter sich und durfte maßgenau auf Erik Teege flanken (62.). Auf der anderen Seite nutzte Herms mit seinem zweiten Treff er ebenfalls den Platz, der ihm eingeräumt wurde (70.). Als dann auch noch SSV-Keeper Rico Willner patzte und beim 0:7 Peseke anschoss (73.), drohte endgültiger SSV-Schiff bruch.

Es durfte daher fast als gütiger Akt angesehen werden, dass BBC-Innenverteidiger Bastian Benkel drei Minuten später in einem unkonzentrierten Moment per Kopf für den Schönebecker Ehrentreffer durch Patrick Ebeling vorlegte. Der obligatorische Gegentreffer schmälerte die Zufriedenheit beim Sieger aber nur unmerkmerklich. „In der Spätphase der Saison scheint bei uns alles zusammen zu passen. In der Abwehr haben wir sicher gestanden und vorn wieder unseren Drang zum Tor gefunden. Es war ein richtig gutes Spiel“, lobte Müller. Für den Burger Trainer gab es übrigens am Ende auch Entwarnung: Niemand machte ihm das Geschenk wieder abspenstig.

>> Zum Spielbericht von damals: (hier klicken)


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