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Volksstimme vom 19.02.2018

19. Februar 2018

Burger BC fehlt die Entschlossenheit

Der Start in die Landesliga-Rückrunde misslingt. Bismark entführt beim 1:3 (0:1) drei Zähler.

Von

Björn Richter

Burg l Dirk Grempler hat fünf Minuten vor der Pause noch nicht ahnen können, dass er gerade das spätere Fazit für den Gegner zog. Vielmehr sah der Trainer von Fußball-Landesligist TuS Schwarz-Weiß Bismark, dass seine Mannschaft drauf und dran war, in Rückstand zu geraten, nachdem es immer mehr in die Umklammerung vom gastgebenden Burger BC 08 geriet. Also richtete Grempler die aufmunternden Worte ans Team: „Kopf hoch. Es kann zum Anfang noch nicht alles funktionieren.“ Doch irgendwie funktionierte aus Gästesicht am Ende doch sehr viel, aus Burger Perspektive dagegen so gut wie gar nichts, weshalb der Rückrundenauftakt des BBC 08 mit der 1:3 (0:1)-Niederlage sehr bescheiden ausfiel.

Statt des erhofften Neustarts nach der Winterpause beschäftigte so auch Marcel Probst ein Spiel, „das wir nie und nimmer verlieren dürfen“ und damit die nahtlose Fortsetzung der Hinrunde. „Grob durchgezählt hatten wir sieben 100-prozentige Chancen, bei denen der Torhüter schon geschlagen ist. Von Pech kann man da nicht mehr reden, denn das hast du vielleicht ein-, zweimal im Spiel“, erläuterte der BBC-Trainer.

Am eigenen Anspruch vorbei

Die Frage nach der fehlenden Qualität musste sich sein Team also am Sonnabend trotz der inzwischen wieder halbwegs gut gefütterten Personaldecke gefallen lassen. Gemessen an dem, was der defensiv eingestellte Gegner anbot und wie wenig zwingend die Gastgeber wirkten, ging der Burger Auftritt gegen die Altmärker wieder einmal meilenweit am eigenen Anspruch vorbei. Vor allem vermisste man die nötige Entschlossenheit, wie der fahrlässige Umgang mit den Möglichkeiten bewies.

Allein in der ersten Hälfte hätten die Ihlestädter für klare Verhältnisse sorgen müssen. Zunächst fehlte bei einem Kopfball von Jack Schubert die Präzision (8.), später bei zwei Unsicherheiten von TuS-Keeper Niklas Kannenberg der unbedingte Wille, selbst auf den Torerfolg zu gehen (37.). Die größte Gelegenheit bot sich aber Wesley Hähre, der nach einem Abpraller nur noch den Ball über die verwaiste Torlinie drücken musste, dessen „Schüsschen“ jedoch nicht ankam (44.).

In der Zwischenzeit hatte der Bismarker Christoph Grabau mehr Biss gezeigt. Nach langem Einwurf entwickelte sich eine kurios Sitzball-Einlage, bei der er erst zweimal an BBC-Keeper Dominik Schumann scheiterte, schließlich aber doch per Kopf zur überraschenden 1:0-Führung traf (41.).

Weitere Hochkaräter

Auch nach der Pause änderte sich am fast aberwitzigen Burger Chancenplus nichts. Die hochkarätigsten Gelegenheiten boten sich nach einem Kopfball von Christian Madaus (50.) oder später für Erik Teege, der zweimal freistehend vergab. Auf der Gegenseite wuchtete Alexander Mayer den Ball aus 20 Metern zum 2:0 in die Maschen (53.).

Exemplarisch für den Verlauf waren auch die Schlussminuten. Erst verkürzte Maxi Rodriguez per Kopf auf 1:2, verweigerte kurz darauf aber den Pressschlag im Mittelfeld, so dass Philipp Grempler freie Bahn für das 3:1 hatte (90.). So war am Ende von „Kopf hoch“ im Schlussfazit von Probst auch wenig zu vernehmen: „Fußball bleibt ein Ergebnissport, in dem es am Ende niemanden interessiert, ob man gut oder schlecht spielt. Und wenn man im Training nicht die nötige Geilheit auf den Erfolg zeigt, dann ist doch ganz klar, dass sie einem auch im Spiel fehlt. Genau dort müssen wir ansetzen und können dieses Spiel nicht so einfach abhaken.“
Burg: Schumann – Ch. Madaus, Rodriguez, Teege, Ca. Madaus, Lenz (79. Friedrich), Saager, Schmidt, Hähre (68. Fischer), Schock, Schubert
Tore: 0:1 Christoph Grabau (41.), 0:2 Alexander Mayer (53.), 1:2 Hector Maximilian Rodriguez (89.), 1:3 Philipp Grempler (90.); SR: Sebastian Görmer (Dessau), Sarah Begert, Enrico Krause; ZS: 81


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