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Mehrheit gegen weitere Einschränkungen

01. Dezember 2021

Fußball Umfrageergebnisse des Amateur-Barometers / Verantwortliche und Fans fürchten weiteren Lockdown und bangen um Nachwuchs

Burg (vs) ● Nicht zuletzt durch die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum Jahreswechsel schwebt auch über dem Fußball in Sachsen-Anhalt ein Damoklesschwert: Gelingt der Wiedereinstieg zeitnah und kann so der dritte Saisonabbruch in Folge abgewendet werden? Die Vereine und ihre Vertreter zeigen mehrheitlich kein Verständnis für einen neuerlichen Lockdown im Amateurfußball. Drei Viertel befürworten laut einer Umfrage auf dem Portal fussball.de, dass sich der Deutsche Fußballbund (DFB) und seine Landesverbände gegen weitere Einschränkungen für den Breitensport einsetzen.

An der aktuellen Umfrage im Amateurfußball-Barometer beteiligten sich mehr als 6200 Personen aus dem Amateurfußball. Die Sorge vor gravierenden Einschnitten ins organisierte Sporttreiben in den Vereinen ist groß. Angesichts der bundesweit deutlich gestiegenen

Infektionszahlen befürchten 85 Prozent der Befragten weitere

Restriktionen auch für den Freiluftsport. Deutlich zu erkennen ist der Wunsch, weiterhin ein Sportangebot im Verein bieten und wahrnehmen zu können. Eine Einstellung des Trainingsbetriebs würden 75 Prozent klar ablehnen, eine flächendeckende Aussetzung des Spielbetriebs würde bei 62 Prozent auf wenig bis kein Verständnis stoßen. Anders verhält es sich in Bezug auf die gesellschaftlichen Aktivitäten im Vereinsleben. Hier signalisieren 68

Prozent der Umfrageteilnehmer Verständnis, sollten diese mit Blick auf die Corona-Entwicklung bis auf Weiteres eingestellt werden.

Die Frage, ob sich der DFB und seine Landesverbände gegenüber der Politik gegen weitere Einschränkungen für den Amateurfußball einsetzen sollten, beantworten 75 Prozent der befragten Personen

mit Ja. Stärkste Argumente für den Sport seien die geringe Ansteckungsgefahr beim Fußballspielen an der frischen Luft,

untermauert durch eine wissenschaftliche Studie der Universität des Saarlandes, sowie die potenziellen Gesundheitsrisiken, die durch Bewegungsmangel entstehen. Der Aussage, dass Kinder und Jugendliche im Falle eines neuerlichen Lockdowns für den Amateursport die größten Verlierer wären, stimmen 91 Prozent der Befragten zu. 85 Prozent halten es für wichtig, zumindest dauerhaft einen Trainingsbetrieb anbieten zu können. Dass ihr Verein eine

erneute Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebs aufgrund fehlender Einnahmen finanziell nicht überstehen würde, glauben 23 Prozent. Gleichzeitig bestätigen auch 34 Prozent, dass die

finanzielle Situation ihrem Verein in den vergangenen Lockdowns die größten Schwierigkeiten bereitet habe.

Ähnlich herausfordernd gestaltete sich die Organisation des Trainingsbetriebs (31 Prozent). Mit Abstand größtes Problem waren aber laut Umfrage die häufigen Änderungen der Verordnungen und Vorgaben in der Pandemie. Angeführt wird dies von 62 Prozent der

Befragten.

Der DFB und seine Landesverbände haben im Oktober das Amateurfußball-Barometer ins Leben gerufen. Dessen Einrichtung folgt einer Handlungsempfehlung des Amateurfußball-Kongresses 2019, auf dem die Amateurvertreter unter anderem den Wunsch

nach mehr Kommunikation und Beteiligung geäußert hatten. Angesprochen sollen vor allem diejenigen werden, die sich in Fußballvereinen und -Abteilungen engagieren – von Vorsitzenden über Schatzmeister bis hin zu Jugendleitern, Trainern, Spielern oder auch Eltern junger Kicker.

Das Umfrageergebnis zeichnet ein klares Bild. Screenshot/Foto: fussball.de


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