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Derby bleibt unter den Erwartungen

04. Oktober 2021

Fußball-Landesliga Burger BC 08 und Union Heyrothsberge trennen sich torlos unentschieden

Mit reichlich Wohlwollen ließ sich festhalten, dass das Derby der FußballLandesliga zwischen dem Burger BC 08 und dem SV Union Heyrothsberge am Sonnabend von der Spannung lebte. Die torlose Punkteteilung nach zwei grundverschiedenen Halbzeiten sprach letztlich eher für die Gäste.

Von Björn Richter

Burg ● Die Erinnerung an den Sonnabend wird Pascal Thiede in den nächsten Tagen weiter verfolgen. Etwa dann, wenn seine den Spiegel sein, welcher der Offensivkraft des Burger BC 08 das Heimspiel gegen den SV Union Heyrothsberge noch einmal schmerzlich ins Gedächtnis ruft. Der deutliche Schiefstand des Nasenrückens deutete da nach einem Luftduell in der ersten Hälfte bereits auf die Diagnose hin, die sich am Abend bestätigte: Nasenbeinbruch, Operation unausweichlich, Ausfallzeit drei bis vier Wochen. Nicht nur Thiede, sondern alle beim BBC dürften sich im Nachgang die Frage gestellt haben: War es das im Tausch gegen einen Zähler aus dem 0:0-Unentschieden im Landesliga-Derby wert? „Im Vergleich zur Vorwoche haben wir keinen Gegentreffer kassiert und ein Punkt ist besser als nichts auf der Habenseite“,Mitmenschen furchtbar nette Sätze sagen wie: „Einen schönen Menschen kann nichts entstellen“. Daneben dürfte es vor allem der Blick in bilanzierte Trainer Michael Hucke und man konnte das große Aber schon erahnen: „Gegen zehn Mann war das zu dürftig.“ Dass sich mit Philip Witte Unions torgefährlichster Angreifer kurz vor der Pause selbst aus dem Spiel nahm, hätte den Gastgebern schließlich in die Karten spielen müssen. Doch nachdem der 20-Jährige für sein übertriebenes

Einsteigen gegen BBC-Keeper Sascha Krüger mit der Roten Karte vorzeitig in den Feierabend geschickt wurde, ließen sich die Gäste dieses Handicap kaum anmerken.

Union-Trainer André Hoof musste seiner Elf nach dem Abpfiff zwar zunächst die Freude ein wenig verordnen („Nun setzt mal ein freundlicheres Gesicht auf.“), doch wer als moralischer Sieger aus dem weitgehend höhepunktarmen Nachmittag hervorging, war offensichtlich. Fast hätte Hey-rothsberge die zahlenmäßige Unterlegenheit noch ad absurdum geführt, doch zwei aussichtsreiche Vorstöße von Rechtsaußen Marcus Kloska kurz nach der Pause wurden ebenso wie ein Freistoßversuch von Karsten Völckel zur sicheren Beute von Krüger. „Die erste Hälfte war weit entfernt von der Idee, die wir für dieses Spiel hatten, aber am Ende können wir uns über diesen Punkt definitiv freuen“, so Hoof, der von seinem Team in der Pause „alles oder nichts“ forderte: „Es gab zwei Möglichkeiten: Entweder suchen wir mit wehenden Fahnen unser Glück – auch auf die Gefahr unterzugehen –, oder wir ergeben uns.“

Auf der anderen Seite zeigten sich die Burger durch Robin Wehrmann und Christopher Schmidt nur zweimal wirklich gefährlich vor dem Gästetor. Bezeichnenderweise datierten beide Szenen aus den ersten fünf Minuten des Spiels. Nach dem 3:8-Offenbarungseid gegen den VfB Ottersleben und

angesichts einiger Ausfälle nicht verwunderlich, aber eben zu wenig für den dritten Saisonerfolg, wie auch Coach Hucke eingestand: „Bis zum letzten

Drittel des Spielfelds sah es nicht schlecht aus, aber in manchen Situationen wirken wir zu grün hinter den Ohren, agieren zu ungestüm und bringen uns selbst in aussichtsreicher Position um die Chance.“

In Unterzahl waren Miguel Deckert (M.) und die Unioner nach der Pause nicht nur einmal den berühmten Schritt schneller als der BBC 08 um Robin Wehrmann.
     

 


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